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Eine Woche später wurden am 6. Juni bei einem Nato-Luftschlag in der Provinz Logar im Osten des Landes nach afghanischen Angaben 18 Zivilisten getötet. Nach einem Schusswechsel hatte die Nato Luftunterstützung angefordert, sagte ein Nato- Sprecher. Die Bewohner hätten das Haus trotz Aufforderung zuvor nicht verlassen. Den Berichten zufolge wurden der Stammesälteste und 17 seiner Familienmitglieder getötet - darunter neun Kinder und vier Frauen. Die Nato hatte zuvor gemeldet, zwei Frauen seien verletzt worden. Afghanistans Präsident Hamid Karsai hatte daraufhin scharfe Kritik an der Nato geübt.
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Bild: LinkeZeitung
Nach einem Bericht der UN sind 2012 bisher 579 unschuldige Zivilisten getötet worden. Außer den 579 Toten sind bisher 1216 verwundete Zivilisten zu beklagen. Im Vorjahr waren 3021 getötete Zivilisten registriert worden. Der UN zufolge starben 2009 2412 Unbeteiligte bei Kämpfen und Anschlägen. Für ca. 30 bis 40 Prozent sollen Nato und afghanische Sicherheitskräfte verantwortlich sein.
(hg)

